KONSUM — Alltagsdinge zwischen Nutzen, Sehnsucht und Überfluss
Mit rund 500 Exponaten aus acht Jahrhunderten begibt sich die KONSUM-Ausstellung auf eine vielschichtige Spurensuche. Zu sehen sind beeindruckende und kuriose, erstaunliche und wunderschöne, bekannte und fast vergessene Objekte aus der Museumssammlung: vom schmucklosen Tonkrug bis zum stylischen 70er-Jahre-Aschenbecher, von Uromas Küchenherd bis zum zeitlosen Zippo, vom schwarzen Bakelit-Telefon bis zum futuristischen Fernseher. Leitobjekt ist der Schrank. Schränke aus den verschiedenen Epochen und ihr sich verändernder Inhalt werden zum Sinnbild für wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Wandel.
Zwischen Bedarf und Begehren
Konsum prägt unseren Alltag ebenso wie unser Selbstbild. Mit materieller Kultur zeigen wir, wer wir sind und wer wir sein wollen. Identität, Politik und Wirtschaft werden zunehmend von dem definiert, was und wie wir konsumieren. Die Ausstellung thematisiert die historischen Entwicklungen des Konsums von der vorindustriellen Zeit bis heute. Beispielhaft zeigt sie, was dazu geführt hat, dass wir heute über eine solche Fülle von Dingen verfügen, und hinterfragt, warum wir so abhängig von ihnen sind.
Ich besitze, also bin ich?
Die Ausstellung greift übergeordnete Themen auf wie Identität und Konsum, geschlechterspezifischen Konsum, Teilhabe und Nachhaltigkeit. Medien und Hands-on-Stationen vertiefen Fragestellungen nach den Schattenseiten des Konsums, Ausbeutung von Menschen und Ressourcen, Abfallproblematik oder Umweltschutz.