
Nährmittelkarten, 1940
Nährmittel- und Kleiderkarten prägten den Alltag im Deutschen Reich ab Kriegsbeginn 1939 und bis in die Nachkriegszeit. Die Bezugsscheine dienen dazu, die Versorgung mit rationierten Gütern staatlich zu steuern. Juden und Jüdinnen sowie Zwangsarbeiter*innen erhalten keine oder nur stark reduzierte Karten. Ohne sie ist der legale Erwerb von Lebensmitteln kaum möglich, mit lebensbedrohlichen Konsequenzen.
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Die Karten sind farblich codiert, um die Kontrolle zu erleichtern: Rosa steht für Getreideprodukte, Gelb für Fette, Blau für Fleisch, usw. Anfangs sind die zugeteilten Mengen ausreichend, doch ab 1942 werden die Rationen deutlich gekürzt. Sind Waren nicht verfügbar, verfallen die zugeteilten Ansprüche. Bei Textilien müssen zusätzliche zum handelsüblichen Preis je nach Qualität und Art unterschiedlich viele „Punkte“ eingelöst werden, bei hochwertigen Stoffen entsprechend mehr als bei minderwertigen.
Das Objekt in der Ausstellung
Zu finden in: Kapitel 3 - Industrialisierung und moderne Konsumkultur (19.–20. Jh.), Konsum im Nationalsozialismus

Nährmittelkarten, 1940
Nährmittel- und Kleiderkarten prägten den Alltag im Deutschen Reich ab Kriegsbeginn 1939 und bis in die Nachkriegszeit. Die Bezugsscheine dienen dazu, die Versorgung mit rationierten Gütern staatlich zu steuern. Juden und Jüdinnen sowie Zwangsarbeiter*innen erhalten keine oder nur stark reduzierte Karten. Ohne sie ist der legale Erwerb von Lebensmitteln kaum möglich, mit lebensbedrohlichen Konsequenzen.
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Die Karten sind farblich codiert, um die Kontrolle zu erleichtern: Rosa steht für Getreideprodukte, Gelb für Fette, Blau für Fleisch, usw. Anfangs sind die zugeteilten Mengen ausreichend, doch ab 1942 werden die Rationen deutlich gekürzt. Sind Waren nicht verfügbar, verfallen die zugeteilten Ansprüche. Bei Textilien müssen zusätzliche zum handelsüblichen Preis je nach Qualität und Art unterschiedlich viele „Punkte“ eingelöst werden, bei hochwertigen Stoffen entsprechend mehr als bei minderwertigen.
Das Objekt in der Ausstellung
Zu finden in: Kapitel 3 - Industrialisierung und moderne Konsumkultur (19.–20. Jh.), Konsum im Nationalsozialismus