
Reichsbanknote im Wert von 100.000 Mark Deutschland, Februar bis November 1923
1922/23 gerät die Inflation in Deutschland außer Kontrolle. Der Wert der Mark fällt rasant, die Preise steigen ins Unermessliche. Alltägliche Einkäufe kosten Milliarden. Die Reichsbank druckt Geldscheine mit ständig steigendem Nennwert, aber mit dem Wertverfall kann sie nicht Schritt halten. Das Geld verliert nahezu jede Bedeutung. Banknoten werden zum Heizen oder als Tapetenersatz verwendet.
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Die Inflation vernichtet Ersparnisse und untergräbt das Vertrauen in Wirtschaft und Staat. Die Kosten und Folgen des 1. Weltkriegs (1914-1918) bedingen massive Probleme bei der Versorgung mit Konsumgütern und Lebensmitteln. Die deutsche Regierung lässt immer mehr Geld drucken, legt Höchstpreise fest und rationiert Grundnahrungsmittel. Doch auch mit Lebensmittelkarten sind die zugeteilten Mengen nicht zu bekommen. Die Konsumgüterproduktion wird gedrosselt oder eingestellt. Reparatur, Mehrfach- und Umnutzung sowie Verzicht bestimmen den Alltag, der
Das Objekt in der Ausstellung
Zu finden in: Kapitel 3 - Industrialisierung und moderne Konsumkultur (19.–20. Jh.), Weltkrieg und Inflation

Reichsbanknote im Wert von 100.000 Mark Deutschland, Februar bis November 1923
1922/23 gerät die Inflation in Deutschland außer Kontrolle. Der Wert der Mark fällt rasant, die Preise steigen ins Unermessliche. Alltägliche Einkäufe kosten Milliarden. Die Reichsbank druckt Geldscheine mit ständig steigendem Nennwert, aber mit dem Wertverfall kann sie nicht Schritt halten. Das Geld verliert nahezu jede Bedeutung. Banknoten werden zum Heizen oder als Tapetenersatz verwendet.
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Zu finden in: Kapitel 3 - Industrialisierung und moderne Konsumkultur (19.–20. Jh.), Weltkrieg und Inflation