
Salatbesteck aus Presseglas, 1920er Jahre
In den 1920er/30er Jahren entstehen moderne Haushaltswaren aus Pressglas. Anders als beim mundgeblasenen Glas, das mit der Pfeife aufgeblasen und von Hand geformt wird, entsteht es durch maschinelles Pressen der Glasmasse in einer Metallform. Das Verfahren ermöglicht eine industrielle Fertigung in großen Stückzahlen. Pressglas ist deutlich günstiger als herkömmliches Glas und wird dadurch massetauglich. Stücke wie dieses Salatbesteck verbinden Funktionalität mit dekorativem Anspruch und sind modern gestaltet.
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Pressglas wird in den USA bereits in den 1820ern entwickelt. In Deutschland verbreitet es sich vor allem nach 1870. Aufgrund seines niedrigen Preises gilt es lange als „Glas der armen Leute“. Im frühen 20. Jahrhundert greifen Gestalter*innen der Reformbewegung das Material bewusst auf. Sie suchen nach klaren, funktionalen Formen, die sich maschinell herstellen lassen. Haushaltswaren sollen zweckmäßig, ästhetisch und zugleich für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich sein.
Das Objekt in der Ausstellung
Zu finden in: Kapitel 3 - Industrialisierung und moderne Konsumkultur (19.–20. Jh.), Wohnen in den 1920er Jahren

Salatbesteck aus Presseglas, 1920er Jahre
In den 1920er/30er Jahren entstehen moderne Haushaltswaren aus Pressglas. Anders als beim mundgeblasenen Glas, das mit der Pfeife aufgeblasen und von Hand geformt wird, entsteht es durch maschinelles Pressen der Glasmasse in einer Metallform. Das Verfahren ermöglicht eine industrielle Fertigung in großen Stückzahlen. Pressglas ist deutlich günstiger als herkömmliches Glas und wird dadurch massetauglich. Stücke wie dieses Salatbesteck verbinden Funktionalität mit dekorativem Anspruch und sind modern gestaltet.
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Pressglas wird in den USA bereits in den 1820ern entwickelt. In Deutschland verbreitet es sich vor allem nach 1870. Aufgrund seines niedrigen Preises gilt es lange als „Glas der armen Leute“. Im frühen 20. Jahrhundert greifen Gestalter*innen der Reformbewegung das Material bewusst auf. Sie suchen nach klaren, funktionalen Formen, die sich maschinell herstellen lassen. Haushaltswaren sollen zweckmäßig, ästhetisch und zugleich für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich sein.
Das Objekt in der Ausstellung
Zu finden in: Kapitel 3 - Industrialisierung und moderne Konsumkultur (19.–20. Jh.), Wohnen in den 1920er Jahren